Am Fuße der Watzmann-Ostwand befindet sich das tiefst-gelegene permanente Eisfeld der Deutschen Alpen: Die Eiskapelle! Obwohl die sommerliche Schneegrenze fast 2.000 Meter höher liegt, besteht dieses Firneisfeld das ganze Jahr über. Der Grund hierfür sind die enormen Schneemassen, die im Winter und Frühjahr vor allem in Form von gewaltigen Lawinen aus der Watzmann-Ostwand abgehen und so das Firnfeld nähren. Die Mengen reichen aber nicht aus, um einen fließenden Gletscher zu erzeugen. Zudem befindet sich im Inneren des Eisdfeldess ein geräumiger Hohlraum: die so genannte Eiskapelle. Ihr Eingang gleicht einem Gletschertor, das Innere bilden verschiedene Schächte und Gänge, die im Sommer bis über 30 m Breite und 15 m Höhe erreichen.
Die Eiskapelle ist von Sankt Bartholomä aus zu erreichen. Man muss zuerst mit dem Schiff über den Königssee bis zur Haltestelle St. Bartholomä fahren. Von der Bootsanlegestelle weisen Schilder den Weg über den Eisbach zur Kapelle Sankt Johann und Paul. An der Kapelle wird der Wanderweg steiler und durchquert ein kurzes Waldstück. Nach dem Wald erblickt man die mächtige Watzmann Ostwand.  Entlang des oftmals trockenen Bachbeetes des Eisbaches führt der Weg durch das raue Gelände zwischen Felsbrocken hindurch zur Eiskapelle. Für die etwa 6 Kilometer lange Wanderung von St. Bartholomä zur Eiskapelle mit einem Höhenunterschied von 250 Metern sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Stunden veranschlagen.

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